48-V-Bordnetz

Seit 2010 werden die Entwicklung für das 48-V-Bordnetz für Elektrofahrzeuge (EV) und Hybrid-Elektrofahrzeuge (HEV) vorangetrieben. Das 48-V-Bordnetz soll das 12-V-Bordnetz nicht ersetzen, sondern ergänzen, da viele bewährte 12-V-Komponenten auch in den kombinierten Bordnetzen eingesetzt werden.

Bordnetze mit 48 V Versorgungsspannung sind kosteneffizienter gegenüber den klassischen 12-V-Bordnetzen. Durch die höhere Versorgungsspannung können elektrische Antriebsaggregate, Motore, Sitzheizungen, Klimakompressoren und weitere leistungsstarke Komponenten mit Leistungen von mehreren Kilowatt versorgt werden. Durch die Versorgungsspannung von 48 V verringern sich die hohen Ströme einer 12-V-Versorgung in Relation zur 12-V-Versorgung und damit reduziert sich der Kabelquerschnitt und das Gewicht der Leitungen.

Da man bei diesem Konzept auch auf bewährte 12-V-Komponenten setzt, benutzt die 48-V-Architektur bidirektionale Gleichspannungswandler, die die 48 V des Lithium-Ionen-Akkus in 12 V und die 12 V des Bleiakkus in 48 V umwandeln. Bei Hybrid-Elektrofahrzeugen kann die 48-V-Bordnetzspannung, die den Elektromotor antreibt, durch einen Generator erzeugt werden, der dem Verbrennungsmotor nachgeschaltet ist, oder auch durch Energierückgewinnung, der Rekuperation, beim Bremsvorgang. Gesteuert wird die Batterieladung durch ein Batteriemanagementsystem (BMS). Speziell für Elektrofahrzeuge gibt es Hochvolt-Bordnetze mit Versorgungsspannungen von 400 V für elektrische Antriebsaggregate mit Leistungen von mehreren hundert Kilowatt und mit Strömen von mehreren hundert Ampere.

Informationen zum Artikel
Deutsch: 48-V-Bordnetz
Englisch: 48 V on-board power
Veröffentlicht: 23.09.2020
Wörter: 195
Tags: Autom.-Konzepte
Links: Ampere, Bidirektional, Bleiakku, BMS (battery management system), BN (Bordnetz)