ESL (equivalent series inductance)

Equivalent Series Inductance (ESL) bedeutet übersetzt äquivalente Reiheninduktivität. Damit sind die Induktivitäten gemeint, die Teil der Impedanz von elektronischen Bauelementen sind. Beispielsweise die Induktivität der Anschlussdrähte oder die von Verbindungsdrähten innerhalb des Bauteils.

Generell geht man bei der Betrachtung von Bauelementen davon aus, dass sie ideal sind und nur die Kapazität, Induktivität oder den Widerstand haben, der ausgewiesen ist. Allerdings haben alle elektronische Komponenten Anschlussdrähte, die eine unerwünschte Induktivität aufweisen. Das bedeutet, dass das Bauelement zusätzlich zu seinen eigentlichen Eigenschaften, auch induktive Eigenschaften aufweist.

Blockschaltbild des ESR-Widerstands 
   und der ESL-Induktivität

Blockschaltbild des ESR-Widerstands und der ESL-Induktivität

Bei Kondensatoren macht sich diese Equivalent Series Inductance bei hohen Frequenzen störend bemerkbar. Das hängt damit zusammen, dass der kapazitive Widerstand mit steigender Frequenz mit 10 dB/ Dekade fällt, der induktive Widerstand hingegen mit 10 dB/Dekade ansteigt. Um diese Beeinträchtigungen bei höheren Frequenzen zu reduzieren, muss die Equivalent Series Inductance minimiert werden.

Mit dem Low Inductance Chip Capacitor (LICC) gibt es ein spezielle SMD-Bauart mit äußerst geringer äquivalenter Serieninduktivität (ESL).

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Deutsch:
Englisch: equivalent series inductance - ESL
Veröffentlicht: 17.01.2014
Wörter: 181
Tags: Passive Bauelemente
Links: dB (decibel), Dekade, Frequenz, Impedanz, Induktivität