MBSE (model-based systems engineering)

Die zunehmende Komplexität von Software und Systemen führt dazu, dass System-Ingenieure nicht mehr ausschließlich auf Textdokumente setzen, sondern immer öfter mit modellbasiertem System-Engineering, Model-Based Systems Engineering (MBSE), arbeiten.

Beim modellbasierten System-Engineering werden Systemmodelle entwickelt mit denen die Entwickler die Systeme definieren und dokumentieren. Die entwickelten Modelle können durch ihre grafische Darstellung die zunehmende Komplexität der Systementwicklung verständlicher umsetzen und dadurch zu einer besseren Bewertung und Evaluierung beitragen. Es geht im Wesentlichen darum, die Komplexität von Systemen anschaulich zu repräsentieren. Und zwar so, dass die zeitlichen Abfolgen, der Datenfluss, die logischen Zusammenhänge, die geforderten Prioritäten und Varianten, die Kommunikation zwischen den Entwicklungsteams und den Kunden sowie die Betriebsfunktionen funktionsübergreifend verständlich dargestellt werden. Entsprechende Modelle haben eine vertikale Integration, die Komponenten-Modelle, System-Modelle und Betriebs-Modelle umfasst.

Modelle haben gegenüber klassischen Textdokumenten die Vorteile, dass visuell dargestellte Zusammenhänge besser erfasst und dass die Modelle aus verschiedenen Sichtwinkeln und Ebenen dargestellt werden können. Außerdem gibt es bei Modellen keine Interpretationsspielräume wie bei natürlicher Sprache, weil die grafische Darstellung strukturiert werden kann, und, als weiteren Aspekt, unterstützt die Modelldarstellung die Plausibilität.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Modelbasierte Systemtechnik
Englisch: model-based systems engineering - MBSE
Veröffentlicht: 19.03.2020
Wörter: 194
Tags: Projektmanagement
Links: Aspekt, Evaluierung, Kommunikation, Plausibilität, Software