NOMA-Verfahren

Der Non-Orthogonal Multiple Access (NOMA) ist ein Zukunftskonzept für den Mehrfach-Funkzugang, das in den Mobilfunknetzen der 5. Generation (5G) eingesetzt werden soll. Es unterscheidet sich von dem Verfahren, das in Long Term Evolution (LTE) eingesetzt wird.

Das NOMA-Verfahren zielt auf die Verbesserung der spektralen Effizienz in den existierenden Frequenzbändern und bezieht die Sende- und Empfangsleistung mit ein und erzeugt bewusst Nicht-Orthogonalitäten über Funksignalpegel im Zeitmultiplex, Frequenzmultiplex und Codemultiplex aus verschiedenen Nutzersignalen.

Beim NOMA-Verfahren werden die Signale von mehreren Benutzern überlagert, obwohl die zugrunde liegende Signalform auf Orthogonal Frequency Division Multiple Access (OFDMA) oder auf einer Diskreten Fourier-Transformation (DFT) von OFDM basieren kann. Die Trennung der Nutzersignale erfolgt senderseitig über die Power-Domäne, bei der die einzelnen Nutzersignale mit großen Unterscheiden in den Signalpegeln übertragen werden. Zur Erhöhung der Übertragungskapazität und Datenrate werden empfangsseitig zwei Verfahren eingesetzt: Successive Interference Cancellation (SIC) und Maximum Likelyhood Detection (MLD). Das SIC-Verfahren extrahiert die Nutzersignale anhand der unterschiedlichen Signalpegel. Pegelverluste und Verschlechterungen im Signal-Rausch-Verhältnis werden durch Verstärkungskomponenten ausgeglichen.

Das NOMA-Verfahren unterstützt mehr Verbindungen als andere Funkverfahren und ist daher für die 5. Generation an Mobilfunknetzen von besonderem Interesse.

Informationen zum Artikel
Deutsch: NOMA-Verfahren
Englisch: non-orthogonal multiple access - NOMA
Veröffentlicht: 16.04.2018
Wörter: 194
Tags: 4G, 5G, Long Term Evolution
Links: 5. Generation, CDM (code division multiplexing), Datenrate, DFT (discrete Fourier transformation), Frequenzband