Schallschnelle

Die Schallschnelle (v) ist die Wechselgeschwindigkeit mit der die Luftmoleküle im Schallfeld um ihre Ruhelage schwingen. Sie ist abhängig von der Tonfrequenz und dem Schallpegel und ist definiert als Schallausschlag pro Zeiteinheit in m/s.

Die Schallschnelle ist umgekehrt proportional zur Schallgeschwindigkeit: 1/Schallgeschwindigkeit. Die Schallgeschwindigkeit steigt mit der Temperatur an, das bedeutert, dass sich die Schallschnelle mit der Temperatur verringert.

Schallgeschwindigkeit und Schallschnelle bei verschiedenen Lufttemperaturen

Schallgeschwindigkeit und Schallschnelle bei verschiedenen Lufttemperaturen

Bei einer sinusförmigen Schallwelle hat die Schallschnelle beim Nulldurchgang ihren höchsten Wert, weil sich die angeregten Teilchen zu diesem Zeitpunkt am schnellsten ändern. Zum Maximum und Minimum des Sinussignals nimmt die Schallschnelle bis auf Null ab.

Bestimmung der Schallschnelle

Bestimmung der Schallschnelle

Bei einer ebenen Schallwelle, wie sie sich im Fernfeld ausbreitet, sind der Schalldruck und die Schallschnelle in Phase, die Schallschnelle ist proportional zum Schalldruck und korreliert mit der Tonfrequenz. Im Nahbereich der Schallquelle sind beide Größen phasenversetzt. Bei einer Kugelschallwelle eilt der Schalldruck der Schallschnelle um 90 ° voraus. Die Schallschnelle entspricht in diesem Fall dem Cosinus des Schalldrucks.

In der Beschallung kennt man auch den Begriff der Membranschnelle. Das ist die Membranauslenkung, die sich aus dem Koeffizienten der Frequenz errechnet. Die Membranauslenkung steht für den Membranhub.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Schallschnelle
Englisch: sound particle velocity - v
Veröffentlicht: 12.03.2020
Wörter: 198
Tags: Akustik-Grundlagen
Links: Beschallung, Fernfeldkommunikation, Frequenz, NUL (null character), Phase