Trapezverzerrung

Bei der Projektion von Bildern auf eine ebene Projektionswand kann es zu verschiedenen Fehlern kommen. Da gibt es den Bildversatz, den Image Offset, der dann entsteht, wenn die Projektionsachse nicht bildmittig zum projizierten Bild ausgerichtet ist und die Trapezverzerrungen, Keystone Distortion, die auftreten, wenn die optische Achse des Projektors nicht senkrecht und bildmittig auf die Projektionswand trifft.

Trapezverzerrungen wirken sich im verzerrt dargestellten Bildverhältnissen aus. Ist die Projektionsachse mittig zur Projektionswand, werden die Bildseitenverhältnisse korrekt dargestellt, vorausgesetzt die Projektionsachse steht rechtwinklig zur Projektionsfläche. Ist dies nicht gegeben, wird das projizierte Bild mit fehlerhaftem Seitenverhältnis dargestellt. Je nach Lage der optischen Achse oder nach Winkelung der Projektionsfläche kann das Bild oben oder unten, links oder rechts breiter sein.

Trapezverzerrungen bei Versatz 
   der optischen Achse

Trapezverzerrungen bei Versatz der optischen Achse

Weitere mit dem Keystone-Effekt einhergehende Verzerrungen zeigen sich in der Randunschärfe und der ungleichmäßigen Ausleuchtung des projizierten Bildes, die sich darin zeigt, dass das Bild an den breiteren Seiten eine geringere Helligkeit zeigt.

Zur Korrektur des Keystone-Effekts arbeiten die Hersteller mit digitaler Entzerrung mit der das projizierte Bild in der entsprechenden Achse gestreckt oder gestaucht wird. Allerdings sind diese Verfahren mit einem Auflösungsverlust verbunden, bei dem feinste Bilddetails verlorengehen können.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Trapezverzerrung
Englisch: keystone distortion
Veröffentlicht: 18.04.2014
Wörter: 202
Tags: Projektoren
Links: AR (aspect ratio), Bild, Bildseitenverhältnis, Bildversatz, Fehler