XPIC (cross polarisation interference cancellation)

Cross Polarization Interference Cancellation (XPIC) wird im Richtfunk zur Erhöhung der Frequenzspektrumseffektivität und zur Kompensation von Interferenzen zwischen den Mikrowellen eingesetzt. Zur Erhöhung der Übertragungskapazität benutzt man im Richtfunk eine Frequenz, die orthogonal polarisiert ist: vertikal und horizontal. Diese Betriebsart wird als Co-Channel Dual Polarized (CCDP) bezeichnet. Durch Brechungen, Beugungen und Reflexionen interferieren beide Polarisationsebenen während der Übertragung miteinander. Diese Interferenzen gilt es empfangsseitig zu kompensieren.

Durch die Verminderung der Interferenzen zwischen vertikal und horizontal polarisierten Frequenzen, werden störende Beeinträchtigungen reduziert und gleichzeitig wird die Übertragungsbandbreite erhöht. Das Problem der Interferenzen tritt vorwiegend in Großstädten und in Berggegenden auf, wo die Funkwellen an Hochhäusern und Bergen reflektiert werden.

Technisch werden bei XPIC die empfangenen und polarisierten Frequenzen mit dem jeweils abgeschwächten anderen Signal verarbeitet. So wird beispielsweise das empfangene vertikal polarisierte Signal, das Störanteile des horizontal polarisierten Signals enthält, mit einem Anteil des empfangenen horizontal polarisierten Signals kombiniert, wodurch die Störanteile im vertikal polarisierten Signal kompensiert werden. Die Interferenzen verringern sich und die Übertragungsbandbreite verbessert sich.

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Deutsch:
Englisch: cross polarisation interference cancellation - XPIC
Veröffentlicht: 20.05.2016
Wörter: 179
Tags: Analogschaltungen
Links: Beugung, Brechung, Frequenz, IFC (interference cancellation), Mikrowelle