Zugbelastung

Bei der Verkabelung verändern mechanische Kräfte, die auf ein Kabel einwirken, dessen Geometrie. Mit zunehmender Belastung treten zuerst reversible Schäden im Material auf, da es sich im elastischen Bereich befindet, bei weiter zunehmender Belastungen werden die Schäden irreversibel.


Werden Kabel stark beansprucht, so z.B bei Biegebelastungen, Zugbelastungen, Torsion und Druckbelastungen, dann verändern sich deren Kennwerte und es treten irreversible Schäden mit bleibenden Verformungen auf. Bei noch höherer Belastung kann das Material zerstört werden und brechen. Diese Deformationen bewirken, dass die Übertragungseigenschaften des Kabels beeinflusst werden. Solange die mechanische Belastung gering ist, d. h. das Kabel sich im reversiblen Bereich befindet, kann man in der Regel davon ausgehen, dass nach der Entlastung keine Veränderungen zu bemerken sind; das Kabel wird seine ursprünglichen Eigenschaften behalten. Eine irreversible oder zerstörende Deformation führt immer zu starker Schädigungen aller Eigenschaften.

Wirken große Zugkräfte auf ein Kabel, so wird das gesamte Kabel länger und dünner. Ein dünneres Kabel hat eine Widerstandserhöhung zur Folge und eine Kapazitätserhöhung. Was sich unmittelbar auf die Dämpfung und die Impedanz auswirkt: Die Dämpfung steigt, der Wellenwiderstand sinkt. Bei modernen Außenkabeln werden Zugbelastungen von bis zu 6.000 Newton (N) erreicht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Zugbelastung
Englisch: strain
Veröffentlicht: 11.11.2020
Wörter: 210
Tags: Kabeleigenschaften
Links: Außenkabel, Biegebelastung, Dämpfung, Druckbelastung, Impedanz