DSS (dynamic spectrum sharing)

Dynamic Spectrum Sharing (DSS) ist ein Verfahren mit dem Frequenzbereiche effizienter genutzt werden. Das DSS-Verfahren wurde im Release 15 von Long Term Evolution Advanced (LTE-A) veröffentlicht und wird für die gleichzeitige Frequenznutzung von Long Term Evolution (LTE) und Mobilfunknetzen der 5. Generation (5G) eingesetzt.

5G-Antennen, Foto: n-tv-de

5G-Antennen, Foto: n-tv-de

Long Term Evolution (LTE) nutzt ebenso wie 5G für die flächenmäßige Versorgung von dünnbesiedelten Gegenden Frequenzen der Digitalen Dividende, die im Frequenzbereich von 700 MHz liegen. Da in großen Teilen Deutschlands Funkmasten für LTE bereits vorhanden sind, hat man mit dem Dynamic Spectrum Sharing eine wirtschaftliche Technik entwickelt, die die vorhandene LTE-Sender-Infrastruktur für 5G-Übertragungen nutzt. Bei dieser Technik wird die Sender-Infrastruktur nicht von einer Mobilfunktechnik blockiert, sondern sie wird nach Bedarf der einen oder anderen Technik zur Verfügung gestellt, je nach Nachfrage. Dadurch wird eine höhere Frequenzökonomie erreicht.

Die DSS-Technik nutzt den Vorteil, dass sowohl LTE als auch 5G mit OFDM arbeiten. Beide Techniken können nahtlos zusammengeführt und die Kanalressourcen können dynamisch zwischen LTE- und 5G-Benutzern aufgeteilt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Dynamische Spektrum-Aufteilung
Englisch: dynamic spectrum sharing - DSS
Veröffentlicht: 22.09.2020
Wörter: 176
Tags: 4G, 5G, Long Term Evolution
Links: 5. Generation, Digitale Dividende, Frequenz, Frequenzbereich, Frequenzökonomie