Chorus

Wie der Echo- oder der Halleffekt ist auch Chorus ein gezielte Beeinflussung des Klangs bei der Audiobearbeitung. Mit Chorus wird durch die Vervielfachung von vorhandenen Stimmen oder Instrumenten ein volleres Klangbild geschaffen.

Wie die meisten Audio-Effekte, die auf der Verzögerung und Phasenverschiebung von Frequenzen und der anschließenden Beimischung zum Originalsignal basieren, arbeitet auch Chorus mit Signalverzögerungen. So kann Chorus durch eine Kombination aus dem Eingangssignal der Chorusschaltung und verzögerten Kopien der Eingangssignale erzeugt werden. Die Tonlagen und deren Abweichungen werden durch eine variable Verzögerung der Signalkopien gemischt. Die Tonlagenabweichung erfolgt dabei äußerst langsam und wird von einem Low Frequency Oscillator (LFO) gesteuert.

Erzeugung des Chorus-Effektes

Erzeugung des Chorus-Effektes

Die bei Chorus benutzten Verzögerungszeiten liegen allerdings nur im Bereich von 10 ms bis 30 ms. Das hat zur Folge, dass bestimmte Frequenzen in der Phasenlage so verändert werden, dass sie sich bei der Beimischung zum Originalsignal teilweise oder komplett auslöschen oder aber in der Amplitude angehoben werden; je nachdem wie hoch die beigemischte Amplitude ist. Damit sich der Effekt nicht statisch immer bei den gleichen Frequenzen wiederholt, wird die Verzögerungszeit mittels Tieffrequenz-Oszillator (LFO) moduliert.

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Informationen zum Artikel
Deutsch: Chorus
Englisch: chorusing
Veröffentlicht: 04.09.2008
Wörter: 187
Tags: Audiotechnik
Links: Amplitude, Frequenz, Klang, LFO (low frequency oscillator), Phase