Meißner-Oszillator

Der klassische in der Funktechnik eingesetzte Oszillator ist der LC-Oszillator, dessen Frequenz durch die Resonanzfrequenz eines Schwingkreises bestimmt und dessen Schwingzustand über eine Rückkopplung aufrechterhalten wird. Es gibt verschiedene Prinzipien, die sich in der Art der Auskopplung unterscheiden.

Auskopplungen können transformatorisch, induktiv oder kapazitiv erfolgen. In der Auskopplung unterscheiden sich auch die verschiedenen Prinzipien der LC-Kopplung. So basiert der Meißner-Oszillator auf der transformatorischen Kopplung zwischen der Schwingkreisspule und einer Auskoppelspule, der Hartley-Oszillator arbeitet hingegen induktiv mit Spulenanzapfung und der Colpitts-Oszillator mit kapazitivem Spannungsteiler.

LC-Oszillator mit Rückkopplung, Meißner-Prinzip

LC-Oszillator mit Rückkopplung, Meißner-Prinzip

Was den Meißner-Oszillator betrifft, so wird die Schwingfrequenz durch den Schwingkreis im Kollektorkreis erzeugt und über eine Sekundärspule ausgekoppelt und je nach Schaltungskonzept zur Basis oder zum Emitter des Transistors rückgekoppelt. Der Schwingzustand ist dann gegeben, wenn die Phasenlage des rückgekoppelten Signals das Schwingverhalten des Schwingkreises unterstützt. Je nachdem zu welcher Elektrode die Rückkopplung führt, muss diese in der Phase gedreht oder die Phasendrehung im Transistor durch entgegengesetzte Wicklungen der Sekundärspule aufgehoben werden.

Der Meißner-Oszillator kann nur dann schwingen, wenn das rückgekoppelte Signal die Phasenlage des Oszillatorsignals unterstützt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Meißner-Oszillator
Englisch:
Veröffentlicht: 20.03.2014
Wörter: 189
Tags: Analogschaltungen
Links: Colpitts-Oszillator, Elektrode, Frequenz, Funktechnik, Hartley-Oszillator